Märchen und Sagentage 2005

Musik verbindet

Europäer in Concert: Jugendliche finden sich zu gemeinsamen Auftritt in der Michaelskirche

REICHELSHEIM. 43 Augenpaare blickten aufmerksam zu dem agilen Mann in Anzug und Fliege, der auf dem Holzpodest stand und mit leisem „Un, deux, trois!“ und kräftigem Fingerschnipsen den Einsatz zur „Ouverture festive“ von André Waignein gab. Sogleich ertönte ein mächtiger Bläsersatz, begleitet von Schlagzeug und Glockenspiel, und füllte das Kirchenhaus bis in den letzten Winkel.

Mit der majestätischen Weise des 1942 geborenen Brüsseler Musikprofessors eröffnete der Dirigent Monsieur Jean-Guy Jolly eine mitreißende Musikveranstaltung unter dem Motto „Junge Europäer in Concert“, an deren Ende sich die Zuhörer von den Bänken erhoben und mit anhaltendem Beifall ihre Begeisterung ausdrückten. Aus der Freude am gemeinsamen Musizieren war die Idee zu einem kurzfristig angesetzten Konzert während der Reichelsheimer Märchen- und Sagentage am Donnerstagabend in der Michaelskirche entstanden. Die Musiker des „Conservative de Musique de St. Malo“ und der „Ecole de Musique des Marais Dol de Bretagne“ (Frankreich) taten sich spontan mit dem Jugendposaunenchor und dem Posaunenchor Reichelsheim sowie der „Vornyik Gruppe Bonyard“, einem sechsköpfigen Ensemble aus der Musikschule in Nagymanyok (Ungarn) zusammen.

Den größten Programmteil bestritten die Gäste aus Frankreich, deren Altersspanne von elf bis 62 Jahre reicht. Sphärische Klänge der keltischen Songs verzauberten ebenso wie das „Fest für Winde und Percussion“ von James Swearingen, in dem auf- und abschwellendes Brausen und Stürmen hörbar wurden. Im Stück „Shakel’s for bank’s“ von Jay Bocook, der Geschichte von wilden Mustangs, schien die Herde in rasantem Tempo vorbei zu galoppieren. Klassisch daher kamen hingegen zwei Beiträge der Posaunisten aus Reichelsheim unter der Leitung von Matthias Ernst. Festlich und moderat erklang von der Empore herunter der „Chorale St. Antoni“ aus der Feder von Joseph Haydn, imposant das Trio aus dem Marsch Nr. 1 „Pomp and Circumstance“ (Edward Elgar.) Zuhörer schmunzelten über das swingende, synkopierte „Be bell reader dry egg“, eine Komposition des Landesposaunenwarts Frank Vogel.

Ganz anders die ungarische Volksmusik, geboten von vier Mädchen und zwei Jungen mit Violinen, Klarinette, Kontrabass, Gitarre und Triangel. Die sechs Jugendlichen spielten zwei turbulente tänzerische Weisen, während ihr gesungenes Volkslied von Schwermut geprägt war. Fetzig wurde es mit einem „Fast break“, vorangetrieben vom schnellen Bongo- und Schlagzeugtempo der Musiker aus Frankreich. „Oye como va“ (Tito Puente) und der “Banana Rock” (Steve McMillan) versprühten lateinamerikanische Lebensfreude. Fröhlich rief das Ensemble sein „Tequila“ in dem gleichnamigen Tanzstück.

Ergriffen lauschte das Publikum dem abschließenden „Highland Cathedral“. „Freundschaft zwischen den Völkern“ – die Künstler dieses Abends haben erfolgreich den musikalischen Weg zu diesem Ziel eingeschlagen.

(Sabine Koch 31.10.2005, echo-online)

 

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Verschwisterungsfeier in Dol de Bretagne

ZEHN JAHRE ENGE VERBINDUNG MIT REICHELSHEIM

2005_06_01.jpgDol de Bretagne/Reichelsheim (pdh) Am vergangenen Donnerstag hat sich eine fast 200köpfige Delegation aus Reichelsheim auf den Weg in die Bretagne gemacht, um mit der Partnerstadt Dol de Bretagne das Jubiläum der zehnjährigen Beziehung zu feiern. In Paris besichtigte ein Teil der Truppe den Senat, in dem auch der Bürgermeister von Dol, Sénateur Michel Esneu, als Abgeordneter seines Landesteils einen Platz innehat.

Neben einer Fahrt zur Insel Jersey standen eine Reihe von Besichtigungen und Touren auf dem unfangreichen Programm. Der Jugendposaunenchor der evangelischen Michaelsgemeinde Reichelsheim, der Gesangverein Ober-Ostern und die Popgruppe Phoenix aus Reichelsheim gaben in Dol de Bretagne Konzerte in jeweils vollen Hallen. Die Verschwisterungsfeier wurde neben den deutschen auch von der im Odenwald gut bekannten bretonischen Gruppe „Bagad an Hanternoz“ musikalisch begleitet.

Der Verschwisterungsverein Reichelsheim übergab zur Einweihung der „Reichelsheimer Allee“ in Dol eine repräsentative Sonnenuhr an Bürgermeister Michel Esneu, die große Delegation der Gemeinde Reichelsheim hatte für die bretonischen Kollegen ein Bild der Gemeinde, geschaffen von einer einheimischen Künstlerin, im Gepäck.

Fotos: Besichtigung des Senats in Paris

Zur Einweihung der „Reichelsheimer Allee“ in Dol de Bretagne überreichte der Reichelsheimer Verschwisterungsverein eine große Sonnenuhr. Dabei v.r.n.l.: Parlamentspräsident Reinhard Töppel, Erster Beigeordneter Uwe Dörr, Vorsitzende des Verschwisterungsvereins Ellen Schnellbächer, Bürgermeister Gerd Lode, Simone Anodeau, Vorsitzende des bretonischen Verschwisterungsvereins, die Vizepräsidentin der Kommune, Joelle Trufflet und Dols Bürgermeister und Senateur Michel Esneu

Bürgermeister Gerd Lode und der Vorsitzende der Gemeindevertretung, Reinhard Töppel überreichen ein Bild der Odenwälder Gemeine an Dols Bürgermeister Michel Esneu

Konzert in der Cathedrale in Dol de Bretagne, unter der Leitung von Dr. Bernhard Frassine spielt der Jugendposaunenchor, verstärkt vom Chor Ober-Ostern und der Popgruppe „Phoenix“ aus Reichelsheim

 

In unserer Gallerie finden Sie die Bilder der Verschwisterungsfeier

Hier zur Gallerie des Verschwisterungsvereins

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30 Jahre Schüleraustausch mit Frankreich

BÜRGERMEISTER VON DOL DE BRETAGNE EMPFÄNGT GAZ-SCHULLEITER RICHARD REINHOLD

Dol de Betragne (pdh) Der Rektor der Reichelsheimer Georg-August-Zinn-Schule (GAZ), Schulleiter Richard Reinhold, erhielt anlässlich der dreißigjährigen Wiederkehr des ersten Schüleraustausches mit der bretonischen Stadt Dol de Bretagne aus den Händen des Bürgermeisters von Dol de Bretagne und gleichzeitig Mitglied des französischen Abgeordnetenhauses, Michel Esneu, die Verdienstmedaille der Stadt Dol.

Zusammen mit vier Mitgliedern des GAZ-Kollegiums ist Richard Reinhold nach Dol gereist, um an den Festlichkeiten zu diesem Jubiläum teilzunehmen, das bereits vor vier Wochen in Reichelsheim gefeiert wurde. Für den Direktor des befreundeten Collège Paul Féval, Bertrand Mlodorziénec, hatte Reinhold ein Geschenk im Gepäck, ein modernes Bild, das er am Samstagmittag (7.) überreichte. Für den Montag (9.) ist ein großes Fest zum Anlass dieses Jubiläums geplant.

pdh-Fotos (Armel Rouault):

1) Michel Esneu, Bürgermeister von Dol de Bretagne (l.), überreicht dem GAZ-Schulleiter Richard Reinhold (r.) die Verdienstmedaille der Stadt Dol, rechts applaudiert Bertrand Mlodorziénec, Rektor des College Paul Féval

2) Gastgeschenk an die Korrespondenzschule College Paul Féval und dessen Rektor Bertrand Mlodorziénec (l.) vom GAZ-Rektor Richard Reinhold (2.v.r.), im Beisein von Dols Bürgermeister Michel Esneu (2.v.l.) und der Fachbereichsleiterin Französisch an der GAZ, Kirsten Gebhard-Albrecht (r.)

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