Jugendcamp 2012 in Reichelsheim

Jugendliche aus Frankreich, Polen und Ungarn kommen nach Reichelsheim

Seit fünf Jahren organisieren die Partnerschaftsvereine von Reichelsheim, Dol de Bretagne (Frankreich), Jablonka (Polen) und Nagymanyok (Ungarn) in den jeweiligen Ländern Jugendcamps. Die alljährlichen Treffen von Jugendlichen zwischen 13 und 17 Jahren begannen 2008 in Reichelsheim. Es folgten Camps in Frankreich, Polen und Ungarn – nun ist Reichelsheim wieder an der Reihe. Für das Treffen im Juli auf dem Beerfurther Sportplatz sind umfangreiche Vorbereitungen notwendig. Das angrenzende Sportlerheim und das Schwimmbad stellen ideale Bedingungen dar. Untergebracht sein werden die jungen Leute und ihre Betreuer in Zelten, wie die Gemeinde mitgeteilt hat.

Die Begegnung 2012 dauert neun Tage und ist von der EU als förderungswürdig anerkannt. Ein Großteil der Kosten für Hin- und Rückfahrt aus Frankreich, Polen und Ungarn, für Verpflegung, Organisation und Betreuung, für Fahrten, Ausflüge und Besichtigungen sowie andere Punkte wird aus dem Topf „Jugend für Europa – Deutsche Agentur für das Programm Jugend in Aktion“ bezahlt. Bei der jüngsten Vorstandssitzung des deutsch-französischen Vereins ist das vorläufige Programm eingehend besprochen worden. Weitere Sitzungen der Vorsitzenden und der stellvertretenden Vorsitzenden der Partnerschaftsvereine sind geplant. Ein Vorbereitungstreffen mit je einem Betreuer und einem jugendlichen Teilnehmer aus den vier Nationen ist für 13. bis 15. April in Reichelsheim vorgesehen. Dann soll das bisher erarbeitete Programm mit diesen Teilnehmern abgestimmt werden.

Von großer Bedeutung erscheinen dabei das gegenseitige Kennenlernen der Partnerstädte und Partnerländer, gemeinsames Kochen und Essen, die Gestaltung von Collagen zu den vier Städten und Regionen, Gesellschaftsspiele und Wettbewerbe, Wanderungen und Fahrten. Besichtigt werden sollen zudem Erbach und Michelstadt, Darmstadt und der Rhein-Main-Flughafen in Frankfurt. Gleichzeitig ist für die Erwachsenen aus den vier Partnerstädten ein eigenes Austauschprogramm geplant.
Diskussionen, Foren, Sport, Europa-Büfett, Lagerfeuerabend und ein Treffen der Ehemaligen runden das Programm ab, bei dem auch die Bevölkerung einbezogen werden soll.
Eines der Hauptziele der Begegnungen ist, die Jugendlichen für ein zukunftsfähiges Europa unter Mitwirkung aller Mitgliedstaaten zu sensibilisieren, eigene Standpunkte zu erkennen und positive Aspekte aus der Begegnung zu schöpfen. Partnerschaftlichkeit und Rücksichtnahme auf Schwächere gehören dazu.