Reichelsheim hat zwei neue Partnerstädte 2009

2009_10_26_image002Neben Dol de Bretagne gehören jetzt auch Jablonka in Polen und Nagymanyok in Ungarn zu den Freunden.

Reichelsheim (pdh) – Vor fünfzehn Jahren schloss die Gemeinde Reichelsheim im Oberen Gersprenztal offiziell Freundschaft mit der bretonischen Küstenstadt Dol in der Nähe von Saint-Malo und Mont-Saint-Michel.

Seither findet ein steter Austausch zwischen den Orten statt, man besucht sich gegenseitig, fördert den Schüleraustausch der örtlichen Schulen und beschickt die Weihnachtsmärkte sowie die traditionellen Volks- und Kulturfeste der Partnerstadt.2009_10_26_image003

Seit einer Reihe von Jahren gehören auch Besucher und Marktstände sowie Musik- und Tanzgruppen aus Polen und Ungarn zum gewohnten Bild während des „Europäischen Dorfes“ beim Reichelsheimer Michelsmarkt oder bei den bekannten Märchen- und Sagentagen.

 

2009_10_26_image004Grund genug für die Verantwortlichen in der Gemeindeverwaltung, sich Gedanken über eine Intensivierung der Zusammenarbeit zu machen, die nach jahrelanger Vorbereitung nunmehr in einer Verschwisterung zeitgleich mit beiden befreundeten Städten mündete.

In einer großen Feier in der Reichenberghalle haben die drei Städte am Mittwoch ihre Verschwisterung bekanntgegeben, die Urkunden zur Städtepartnerschaft unterzeichnet und die Bevölkerung zum Mitfeiern eingeladen. Aus Dol de Bretagne, der ersten Partnerstadt Reichelsheims, war eine Delegation unter der Leitung des Bürgermeisters Denis Rapinel angereist. Die zu verschwisternden Gemeinden wurden von ihren Bürgermeistern Stefan Lopinsky (Reichelsheim), Antoni Karlak (Jablonka) und Karl Béla (Nagymanyok) repräsentiert.

Die Bürgermeister der drei Städte sowie der Europaabgeordnete Michael Gahler, der zu den treuen Freunden der Reichelsheimer Veranstaltungen mit seinen Partnerstädten zählt, begründeten in ihren Ansprachen die wichtige Funktion der grenzübergreifenden Zusammenarbeit und des Austausches von Gedanken und kulturellen Errungenschaften der jeweiligen Länder. War es früher üblich, so Gahler in seiner Festansprache, bei internationalen wirtschaftlichen Spannungen die Grenzen zu schließen und sich zu isolieren, so habe man mittlerweile gelernt, dass nur gemeinsam die großen Probleme der Gegenwart gelöst werden können.

Den künstlerischen Rahmen der Verschwisterungsfeier bildeten Auftritte2009_10_26_image005 der Trachtengruppe des Odenwaldklubs Reichelsheim, der ungarischen Trachtengruppe sowie des so genannten „Minderheitenchor Glück auf“ aus Nagymanyok und der polnischen Musikgruppe „Orawianie“. Als Höhepunkt traten das Jugendorchester Nagymanyok, der Reichelsheimer Jugendposaunenchor und die polnische Musikgruppe gemeinsam auf und begeisterten die Besucher der überfüllten Reichenberghalle mit sorgsam eingeübten Hymnen, der Europa-Melodie „Freude schöner Götterfunken“ sowie den drei Nationalhymnen.

 

2009_10_26_image006Fotos:
1) Unterzeichnung der Städtepartnerschafts-Urkunden durch (v.l.n.r) die drei Bürgermeister Karl Béla, Nagymanyok Ungarn, Stefan Lopinsky, Reichelsheim, und Antoni Karlak aus Jablonka in Polen

2) So sehen internationale Freunde aus, alle vier Bürgermeister der verschwisterten Städte, (v.l.) Denis Rapinel aus Dol de Bretagne, Karl Béla aus Nagymaniok, Antoni Karlak aus Jablonka und Stefan Lopinsky aus Reichelsheim

3) So sehen internationale Freunde aus, alle vier Bürgermeister der verschwisterten Städte, (v.l.) Denis Rapinel aus Dol de Bretagne, Karl Béla aus Nagymaniok, Antoni Karlak aus Jablonka und Stefan Lopinsky aus Reichelsheim

4) Keine Gefahr, die Axt gehört zur Ausrüstung der polnischen Musikgruppen und wurde ebenso wie die Hüte vom polnischen Bürgermeister Antoni Karlak (l.) an seine Kollegen als Gastgeschenk verteilt

5) dsgl., v.l.n.r. Bürgermeister Antoni Karlak, Karl Béla, Denis Rapinel, Reichelsheimer Alt-Bürgermeister Gerd Lode, Stefan Lopinsky2009_10_26_image007

6) Ein Schild fehlt, das steht schon seit etlichen Jahren im Ort und deutet nach „Dol de Bretagne 950 km“, rechts Bürgermeister Stefan Lopinsky

Fotos: © by –pdh-